Geschichte der Hexen
Jettingen wurde während dem 30.jährigen Krieg völlig zerstört. Deshalb sind nur ganz wenige Aufzeichnungen überliefert.

Jedoch die unter Denkmalschutz stehende „490 Jahre alte Linde“ und ein Sühnekreuz aus dem 14. bis 15. Jahrhundert stehen heute noch an dem Platz an dem früher Recht gesprochen wurde. Dieser befindet sich zwischen den Ortsteilen Ober- und Unterjettingen.

So wurde die 1653 geborene Katharina Gfröhrer der Hexerei bezichtigt und verfolgt. Der Grund der Verfolgung und ihr Verbleiben sind jedoch unbekannt.

Auf Grund dieser Vorgeschichte wurde 1994 die Richtplatzhexe als Brauchtumsfigur zum Leben erweckt!

 

Häsbeschreibung der Jettinger Richtplatz — Hexe

1994 wurde die Maske der Richtplatzhexe entworfen.

Diese wurde vom Maskenschnitzer Siegfried Bergmann aus Lindenholz angefertigt. Ihr grob geschnitztes Gesicht, krumme lange Nase, hervorstehendes Kinn, einzelne Warzen sowie eine Narbe (Schnitt) an der rechten Wange sollen einen furchteinflößenden Eindruck erwecken.

Die Maske`wurde in einem grau — grünen Farbton gehalten.
Als Haarersatz wurde ein gegerbter langer Pferdeschweif verwendet. Auf dem roten Maskentuch ist die 490 Jahre alte Linde in groben Zügen schwarz aufgemalt.
Ferner gehören zum Häs: eine schwarz — grau karierte Schlupfbluse, ein schwarzer Rock, rote Schürze, weiße Rüschenhose, schwarze Strümpfe, rot — schwarze Stulpen, Strohschuhe sowie ein Birkenreisig Besen mit einem gewachsenen Stiel und schwarze Handschuhe.

Auf dem Rock und der Schürze sind Flicken aufgenäht (Symbol für die Armut der Leute von früher).
Narrenruf der Maskengruppe „Richtplatz — Hexe“ lautet:

Richt — Hex
Richt — Hex
Richt — Hex